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Leitendes Erkenntnisinteresse

Religionsforschung in Hannover zielt auf folgende Fragestellungen:

  • Wie transformieren sich Religiosität, Religion und Glaube in der als postmodern apostrophierten Gesellschaft?
  • Wie wirken Religiosität und Religionen auf gesellschaftliche Diskurse ein?
  • Welche Rolle spielen Religionen in aktuellen Transformationsprozessen?
  • Wie prägen Religiosität in Geschichte und Gegenwart individuelle und kollektive Identität, Kunst, Architektur, Philosophie, Recht, Naturwissenschaft u.a.?
  • Wie ist in unserer Gesellschaft das Verhältnis von Religion und Bildung bestimmt? – Welche Konsequenzen ergeben sich für die Gestaltung religiösen Lernens?

Vor dem Hintergrund dieses Erkenntnisinteresses befinden sich mehrere Projekte (Drittmittelprojekte, Tagungen und Publikationen) in Vorbereitung.

Drittmittelprojekte

Drittmittelprojekt „Relevanz theologischer Religionskritik für Kirche und Gesellschaft“ (Prof. Dr. Marco Hofheinz, Raphaela Meyer zu Hörste und Jens Heckmann)

Knapp 5000 € stellt die Hanns-Lilje-Stiftung (www.lilje-stiftung.de) für das Projekt von Prof. Dr. Marco Hofheinz, Raphaela Meyer zu Hörste und Jens Heckmann vom Institut für Theologie und Religionswissenschaft der LUH zur Verfügung, um ein intensives Forschungskolloquium mit anschließender Publikation eines Sammelbandes zur theologischen Religionskritik zu ermöglichen.

Ziel des Projektes ist es, die Bedeutung und Relevanz der Religionskritik gerade von Seiten der Theologie aus neu zur Geltung zu bringen. Religionskritik ist keineswegs ausschließlich ein Geschäft von Disziplinen wie Philosophie, Psychologie oder Soziologie, sondern eine ureigene Funktion der Theologie selbst im Streit um die Wirklichkeit. Die Theologie wird in der Reflexion ihrer eigenen Selbst- und Kirchenkritik sowie der Anfragen aus anderen wissenschaftlichen Bereichen im interdisziplinären Diskurs gesprächsfähig und in die Lage versetzt, sich im kritischen Gegenüber zu den diversen Verabsolutierungsformen religiöser bzw. scheinreligiöser Wahrheitsansprüche zu positionieren.

Inhaltlich werden im Rahmen des Projektes sowohl die geschichtliche Entwicklung der Religionskritik von der griechischen Antike bis ins letzte Jahrhundert als auch ihre inhaltlichen Implikationen (als Kritik an Kultur, Gewalt, Sexismus, Ideologie oder Technik) genauer beleuchtet.

Drittmittelprojekt „Religionskritik interdisziplinär. Multiperspektivische Annäherung an eine bleibend wichtige Thematik“

Mit Förderung der Hanns-Lilje-Stiftung (www.lilje-stiftung.de) wurde vom Forschungsforum „Religion im kulturellen Kontext“ der Philosophischen Fakultät der der Leibniz Universität Hannover ein zweitägiges Symposion mit interdisziplinären Vorträgen von Dr. G. Schoener (religionswissenschaftlicher Perspektive), Prof. Dr. W. Li (religionsphilosophische Perspektive). Prof Dr. M. Eckholt (katholisch-theologische Perspektive) und Prof. Dr. M. Hofheinz (evangelisch-theologische Perspektive), Prof. Dr. K. Bayer (linguistische Perspektive) und Prof. Dr. R. Haekel (literaturwissenschaftliche Perspektive) zum Thema Religionskritik durchgeführt.

Die Beiträge werden gesammelt und sollen in einem Tagungsband veröffentlicht werden.

 

Drittmittelprojekt „Theologie im Konzert der Wissenschaften“ finanziert durch die Hanns-Lilje-Stiftung

Am 21. und 22. April 2017 hat das Forschungsforum „Religion im kulturellen Kontext“ der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover mit großer Resonanz ein zweitägiges Symposium anlässlich der Verabschiedung des Dekans Prof. Dr. Dr. Harry Noormann veranstaltet. Das Symposium  stand unter dem Motto „Theologie im Konzert der Wissenschaften“ und widmete sich ganz dem Dialog der Theologie mit ihren Nachbardisziplinen. Literatur-, Geschichts-, Bildungs- und Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler  traten in intensiven Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Theologie.